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Drohnenvorschriften in Portugal

ANAC (Autoridade Nacional da Aviação Civil)Aktualisiert : September 2026

Zuständige Behörde

Die Autoridade Nacional da Aviação Civil (ANAC) ist die Behörde für unbemannte Luftfahrzeuge.

Registrierung

Die Registrierung betrifft den Betreiber und deckt alle seine Geräte ab. Drei Fälle machen sie verpflichtend:

  • eine Startmasse von mindestens 250 g;
  • eine beim Aufprall übertragbare Energie über 80 Joule;
  • das Vorhandensein einer Kamera, eines Mikrofons oder eines Sensors, der personenbezogene Daten aufzeichnen kann.

Die Betreibernummer, e-ID genannt, wird sichtbar und lesbar am Gerät angebracht. ⚠️ Seit 2026 muss sie zusätzlich im System der Fernidentifikation der Drohne eingetragen werden. Sie auf die Schale zu kleben genügt nicht mehr.

Kompetenznachweis des Fernpiloten

Die Unterkategorien A1, A2 und A3 der Kategorie Open gelten, mit den europäischen Schulungen und Prüfungen. Ein in einem anderen Mitgliedstaat erworbener Nachweis wird anerkannt.

Betriebskategorien

Open, Specific und Certified, nach Verordnung (EU) 2019/947. Drei übergreifende Regeln: Höchsthöhe 120 m über Grund, ständige direkte Sicht und Verbot, Menschenansammlungen zu überfliegen.

Geografische Zonen und amtliche Hilfsmittel

Die ANAC veröffentlicht die App Voa na Boa, vor jedem Flug zu konsultieren. Die wichtigsten Beschränkungen betreffen einen Umkreis von 5 km um Flughäfen, Militärbasen, geregelte Seegebiete, zeitweilige Sperrgebiete und die Naturparks, wo der Flug die Zustimmung des ICNF voraussetzt.

Nationale Besonderheiten

⚠️ Die Haftpflichtversicherung ist ab 900 g verpflichtend. Diese Schwelle ist landeseigen: die europäische Verordnung verlangt sie erst ab 20 kg, unter Verweis auf die Verordnung über die Versicherung von Luftfahrtunternehmen. Ein gängiges Verbrauchergerät überschreitet die 900 g und unterliegt damit einer Pflicht, mit der sein Besitzer nicht gerechnet hat.

Die Naturparks sind ein häufiger und wenig bekannter Fall. Portugal hat viele davon, sie bedecken einen erheblichen Teil der Landschaften, die man filmen kommt, und die Zustimmung des ICNF holt man sich nicht am Fuß der Klippe.