Zuständige Behörde
Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ist die Behörde für unbemannte Luftfahrzeuge. Skyguide verwaltet den Luftraum und die damit verbundenen Bewilligungen.
⚠️ Die Schweiz ist nicht in der EU und wendet die europäische Verordnung dennoch an. Seit dem 1. Januar 2023 hat sie die Verordnung (EU) 2019/947 über ihr bilaterales Luftverkehrsabkommen übernommen. Das unterscheidet sie vom Vereinigten Königreich, das den Rahmen verlassen hat, und von den Vereinigten Staaten, die ihm nie beigetreten sind: Ihr europäischer A1/A3-Kompetenznachweis gilt hier, und ein schweizerischer gilt in der Union.
Registrierung
Die Registrierung des Betreibers erfolgt über UAS.gate, das Portal des BAZL, und ist kostenlos. Die erhaltene Nummer ist an jedem Luftfahrzeug sichtbar anzubringen.
Die Schwelle ist die europäische: 250 g, oder jedes Gerät mit einer Kamera oder einem Sensor, der personenbezogene Daten erfassen kann, unabhängig von der Masse.
Kompetenznachweis des Fernpiloten
Die Unterkategorien A1, A2 und A3 der Kategorie Open gelten unverändert, mit denselben Sicherheitsabständen zu unbeteiligten Personen. Ausbildung und Prüfung erfolgen online, und ein in einem EU-Mitgliedstaat erworbener Nachweis wird anerkannt.
Betriebskategorien
Open, Specific und Certified, ohne Anpassung: es ist derselbe europäische Text. Die übliche Höchsthöhe bleibt 120 m über Grund, in direkter Sicht.
Geografische Zonen und amtliche Hilfsmittel
Das BAZL veröffentlicht die Karte der Beschränkungen, Skyguide hält den flugsicherungsbezogenen Teil. Flugplatzumgebungen, Naturschutzgebiete und militärische Anlagen sind die häufigsten Fälle.
Nationale Besonderheiten
Das Relief verändert die Lesart einer Karte. Eine Höhe von 120 m misst sich über Grund, und der Schweizer Boden steigt schnell: ein steiler Hang kann einen Flug aus der Höhenbegrenzung heben, ohne dass der Pilot seine barometrische Höhe geändert hat. Das ist die landeseigene Schwierigkeit, und keine Zonenkarte zeigt sie an.
Genf bündelt besondere Beschränkungen rund um die Sitze internationaler Organisationen, und alpine Militäranlagen fügen Perimeter hinzu, die sich vom Tal aus nicht erraten lassen.