Zuständige Behörde
Die Federal Aviation Administration (FAA), Behörde des Verkehrsministeriums, ist die alleinige Behörde für unbemannte Luftfahrzeuge in den Vereinigten Staaten. Der Bund geht vor: weder ein Bundesstaat noch ein County noch eine Gemeinde darf den Luftraum selbst regeln. Die Gebietskörperschaften behalten dagegen die Ordnungsgewalt über Start und Landung auf ihrem Grund, und viele Stadtparks oder Strände nutzen sie, um den Betrieb von ihrem Boden aus zu verbieten.
⚠️ Keine Gleichwertigkeit mit Europa. Ein europäisches A1/A3-, A2- oder CATS-Zeugnis hat hier keinen Wert, und umgekehrt gilt dasselbe. Die beiden Systeme erkennen sich nicht an: mit eigenem Gerät fliegen zu kommen bedeutet, den amerikanischen Weg neu zu gehen.
Registrierung
Die Registrierung erfolgt über das Portal FAA DroneZone, kostet 5 Dollar und gilt drei Jahre.
⚠️ Die Schwelle hängt von der Nutzung ab, nicht nur von der Masse, und das ist die häufigste Falle:
- Bei Freizeitnutzung beginnt die Registrierung bei 250 g (0,55 lb), wie in Europa. Darunter nichts.
- Unter Part 107, also bei jeder gewerblichen Nutzung, wird jedes Luftfahrzeug registriert, unabhängig von seiner Masse. Ein Gerät von 249 g, sonntags befreit, muss montags registriert sein, wenn es für einen Kunden fliegt.
Die Freizeitregistrierung hängt an der Person und deckt alle ihre Geräte ab; die Part-107-Registrierung hängt an jedem Luftfahrzeug. Die Nummer muss außen lesbar angebracht sein.
Fernidentifikation (Remote ID)
Jedes registrierungspflichtige Luftfahrzeug muss seine Fernidentifikation aussenden. Die Anforderung wird seit dem 16. März 2024 vollständig durchgesetzt, mit angekündigten Bußgeldern ab 1 100 Dollar je Verstoß.
Drei Wege zur Konformität: ein Luftfahrzeug mit integrierter Remote ID, ein Sendemodul, das einem Gerät ohne solche hinzugefügt wird, oder der ausschließliche Flug in einer FRIA (anerkannte Identifizierungszone, typischerweise ein angemeldetes Modellfluggelände).
Kompetenznachweis des Fernpiloten
Freizeitnutzung: der TRUST-Test (The Recreational UAS Safety Test) ist vor jedem Flug im Freien verpflichtend. Er ist kostenlos, online, dauert rund dreißig Minuten, kann im strengen Sinn nicht nicht bestanden werden, und der Nachweis muss vorgezeigt werden können.
Gewerbliche Nutzung: das Remote Pilot Certificate der Part 107 erhält man durch eine theoretische Prüfung in einem zugelassenen Zentrum, ab 16 Jahren. Es wird durch eine kostenlose Online-Auffrischung alle 24 Monate aufrechterhalten.
⚠️ Die Regelung folgt dem Flug, nicht dem Piloten. Ein Inhaber der Part 107, der zum Vergnügen fliegt, fällt zurück unter die Freizeitregeln, TRUST inbegriffen. Das ist keine Verwaltungsfeinheit: die beiden Regelungen erlauben nicht dieselben Einsätze.
Betriebskategorien
Es gibt weder Open, noch Specific, noch Certified: die amerikanische Architektur ist nicht die der europäischen Verordnung (EU) 2019/947, und die Überlegungen lassen sich nicht übertragen.
- Part 107: der gewerbliche Regelrahmen. Höchsthöhe 400 Fuß über Grund (rund 122 m), direkte Sicht, ein einziges Luftfahrzeug je Fernpilot.
- Ausnahmen (waivers): was Part 107 verbietet, kann im Einzelfall auf Antrag erlaubt werden.
- Flug über Personen: vier Kategorien, gestaffelt nach Masse des Geräts und Verletzungsrisiko, mit je eigenen Konstruktionsanforderungen.
- Außerhalb der Sichtweite (BVLOS): heute eine Ausnahme je Einsatz. Die Part 108, die den Flug außerhalb der Sichtweite ohne Einzelausnahme öffnen soll, wurde 2025 vorgeschlagen; sie war zum Prüfdatum dieser Seite nicht in Kraft.
Geografische Zonen und amtliche Hilfsmittel
Der Flug in kontrolliertem Luftraum verlangt eine Freigabe, die in Sekunden über LAANC (Low Altitude Authorization and Notification Capability) durch eine zugelassene Anwendung erteilt wird, oder auf Antrag bei der FAA, wenn die Zone nicht abgedeckt ist.
Die Anwendung B4UFLY gibt den Zustand einer Zone vor dem Start an. Hinzu kommen dauerhafte Beschränkungen um sensible Anlagen und die TFR (Temporary Flight Restrictions), häufig und mitunter sehr kurzfristig verhängt: Reise des Präsidenten, großes Sportereignis, Waldbrand.
Nationale Besonderheiten
Der lokale Flickenteppich ist real. Der Bund hält den Luftraum, aber der Zugang zum Boden entscheidet sich vor Ort. Ein Nationalpark verbietet Start und Landung auf seinem Gebiet schlicht, und dieses Verbot steht auf keiner Luftfahrtkarte.
Der ausländische Pilot ist nicht ausgeschlossen. Ein Nichtansässiger kann die Part 107 ablegen und fliegen, aber die Registrierung eines Luftfahrzeugs im Eigentum eines Ausländers läuft über eine gesonderte Erklärung. Vor der Abreise zu erledigen, nicht bei der Ankunft.