Unter 250 g

DJI Mini 5 Pro

DJI Mini 5 Pro: 249,9 g, 1-Zoll-Sensor, 4K/120. Was die Vorschriften verlangen und was einzuplanen ist.

DJI

Eine Drohne unter 250 g, aber nicht ohne Pflichten

Der Mini 5 Pro wiegt 249,9 Gramm, Standardakku eingerechnet. Dieses Zehntelgramm unter der Grenze ist kein Zufall: Es bringt das Gerät in die Unterkategorie A1 der offenen Kategorie, jene, die keine Fernpilotenprüfung verlangt.

Der Langzeitakku bringt das Gerät aus der Klasse C0 heraus. DJI schreibt es in den eigenen Spezifikationen: Der Mini 5 Pro ist mit dem Standardakku als C0 zertifiziert und mit dem Langzeitakku als C1. Den zweiten auf ein als C0 gekennzeichnetes Gerät zu setzen überschreitet die maximale Startmasse dieser Kennzeichnung und ändert damit die Flugregeln, nicht nur die Ausdauer.

Das erklärt den Erfolg bei Einsteigern, und es nährt zugleich das häufigste Missverständnis: unter 250 g habe ich nichts zu melden. Das ist falsch.

Was die Vorschriften für dieses Modell verlangen

Masse249,9 g mit dem Standardakku
FlugkategorieOffen, Unterkategorie A1
GeräteklasseC0 mit dem Standardakku, C1 mit dem Langzeitakku
AusbildungKeine verpflichtend in A1 unter 250 g. A1/A3 bleibt empfohlen
BetreiberregistrierungPflicht, das Gerät trägt eine Kamera
BetreibernummerAm Gerät anzubringen, ohne Werkzeug lesbar
VersicherungFür den Freizeitgebrauch nicht verpflichtend, dringend geraten

Die Registrierung ist der Punkt, den die meisten Käufer zu spät entdecken. Sie hängt nicht vom Gewicht ab, sondern vom Vorhandensein eines Sensors: Sobald eine Drohne filmt oder fotografiert, muss ihr Betreiber registriert sein, auch bei einem 249-Gramm-Gerät im eigenen Garten.

In A1 dürfen Sie einzelne Personen überfliegen, nie eine Ansammlung. Der Unterschied ist nicht rhetorisch: Ein Markt, eine Caféterrasse oder eine Warteschlange sind Ansammlungen.

Was er gut kann

  • Unter 250 g: Kategorie A1, ohne verpflichtende Prüfung
  • 1-Zoll-Sensor, ein echter Sprung gegenüber früheren Mini
  • 4K mit 120 Bildern pro Sekunde: Zeitlupen sind nutzbar, nicht nur möglich
  • Hinderniserkennung auf allen Achsen, selten bei diesem Gewicht
  • Passt in eine Jackentasche und ist in dreißig Sekunden einsatzbereit

Was man vor dem Kauf wissen sollte

  • Betreiberregistrierung ist Pflicht trotz des Gewichts: Die Kamera allein löst sie aus
  • Windempfindlich: Die 249,9 g zahlen sich, sobald es bläst, und die genannten 38 km/h sind eine Grenze, kein Komfort
  • Ein einziger Akku im einfachen Paket, also rund dreißig Minuten realer Flug
  • Weder Filter noch Speicherkarte enthalten, obwohl beides zum ordentlichen Filmen nötig ist
  • Der interne Speicher hilft in 4K nur wenige Minuten weiter

Propellerschutze, je nach Gebrauch

Sie sind nicht enthalten und hier nicht unverzichtbar: Dieses Gerät wird häufiger im Freien als im Nahbereich eingesetzt. Sie rechtfertigen sich für Flüge nahe bei Menschen oder in Innenräumen.

⛔ Sie schaffen kein Recht: Der Überflug von Menschenansammlungen bleibt mit und ohne sie verboten.

⚠️ Prüfen, dass das ausgerüstete Gerät unter 250 g bleibt. Darüber ändert sich die Flugkategorie und eine Ausbildung wird Pflicht, bei einem Gerät, das genau deswegen gekauft wurde.

Was in der Schachtel ist, und was fehlt

Das einfache Paket enthält Drohne, Fernsteuerung, einen Akku und die Kabel. Es genügt, um am selben Tag zu fliegen. Es genügt nicht, um ordentlich zu filmen, und diesen Unterschied verschweigen Produktseiten meist.

Drei Lücken zeigen sich beim ersten ernsthaften Ausflug: die Speicherkarte, ohne die der interne Speicher in wenigen Minuten 4K voll ist; die ND-Filter, ohne die Videos in praller Sonne ruckelig wirken; und eine Transportlösung, weil das Gerät klein genug ist, um in einer gewöhnlichen Tasche verloren zu gehen.

Für wen diese Drohne eine gute Wahl ist

Für jemanden, der Reisen oder Ausflüge filmen will, ohne eine Prüfung abzulegen, und der es hinnimmt, bei ruhigem Wetter zu fliegen. Für einen Bildprofi, der ein leichtes Erkundungsgerät neben einer schwereren Drohne sucht.

Nicht für den regelmäßigen gewerblichen Einsatz: Sobald ein Flug im betrieblichen Rahmen stattfindet, ändert sich der Rechtsrahmen vollständig, unabhängig vom Gewicht.

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